Ausland
Libanon wird erstes Land im Nahen Osten, das die Todesstrafe abschafft
Das libanesische Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, das die Todesstrafe abgeschafft und durch lebenslange Haftstrafen sowie Arbeitslager ersetzt hat.

Das libanesische Parlament hat ein neues Gesetz verabschiedet, das die Todesstrafe abschafft und Libanon somit zum ersten Land im Nahen Osten macht, das diesen Schritt geht. Diese Entscheidung wurde am Dienstag bekannt gegeben, nachdem mehr als 20 Jahre vergangen waren, in denen die Todesstrafe in dem Land nicht angewendet wurde.
Die neue Gesetzgebung legt fest, dass Verbrechen, die vor Inkrafttreten des Gesetzes begangen wurden, nun mit lebenslanger Haft oder Arbeitslager bestraft werden. Diese Änderung zielt darauf ab, das Justizsystem des Landes zu reformieren und den Schutz der Menschenrechte zu erhöhen.
Berichten zufolge markiert die Entscheidung Libanons einen historischen Moment für die Region, die durch die Beibehaltung der Todesstrafe in verschiedenen Jurisdiktionen geprägt ist. Der Schritt wurde von Menschenrechtsorganisationen, die sich für die Abschaffung eingesetzt haben, begrüßt.

Ob Libanon dem Beispiel anderer Länder folgen wird, die ebenfalls die Todesstrafe abgeschafft haben, wird in den nächsten Monaten durch die praktische Umsetzung des neuen Gesetzes beobachtet werden. Fachleute haben jedoch bereits die Bedeutung dieses Schrittes als Zeichen des Wandels in den Einstellungen zur Todesstrafe im Nahen Osten hervorgehoben.
Die Maßnahme wird als Fortschritt angesehen, der ähnliche Diskussionen in anderen Ländern der Region anstoßen könnte, in denen die Todesstrafe noch immer angewendet wird.