Reise
Drohnensichtung führt zu Betriebsunterbrechung am Flughafen Hannover
Ein Vorfall am Flughafen Hannover aufgrund einer Drohnensichtung führte zu erheblichen Beeinträchtigungen im Flugbetrieb in der Nacht zu Dienstag.

In der Nacht zu Dienstag, dem 11. August, wurde der Flugbetrieb am Flughafen Hannover durch die Sichtung einer Drohne zeitweise lahmgelegt. Nach Angaben des Rundfunkanbieters NDR wurden die Start- und Landebahnen sowie der Luftraum zwischen 3:44 und 5:20 Uhr mehrfach kurzzeitig gesperrt.
Wenige Tage nach einem ähnlichen Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle ereignete sich die Störung in Hannover. Während der Sperrungen verspäteten sich mehrere Flüge, darunter sechs Passagierflüge, und ein Frachtflug musste umgeleitet werden. Die Hintergründe der Sichtung sind laut Berichten unklar.
Laut einem internen Polizeibericht, zitiert vom Magazin Der Spiegel, konnten die Drohne und die dazugehörigen Warngeräte weder von der Bundespolizei noch von der Deutschen Flugsicherung erfasst werden. Der Vorfall wirft Fragen zur technischen Ausstattung der Behörden auf.

Der Polizeiliche Staatsschutz hat Ermittlungen eingeleitet, um weitere Informationen zu dem Vorfall zu gewinnen. Der Flughafenbetrieb konnte nach der Klärung der Situation am Morgen wieder aufgenommen werden, jedoch bleiben einige Fragen ungeklärt. Die Polizei äußerte sich bislang nicht konkret zu möglichen Verdächtigen oder Motiven.
Die Vorfälle in Leipzig und Hannover haben die Diskussion über Sicherheitsmaßnahmen an Flughäfen neu entfacht. In Anbetracht der jüngsten Ereignisse wird möglicherweise eine Überprüfung bestehender Sicherheitsprotokolle in Betracht gezogen.